Fragen und Antworten zur Kinderbetreuung in der Kita

Sie möchten Ihr Kind in die Kinderbetreuung geben? Und haben viele Fragen? Hier beantworten wir Ihnen häufig gestellte Fragen rund um Eingewöhnung, Essen und Kosten der Kinderbetreuung in der Kita.

Das Gesetz sagt: Kinder haben Anspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem ersten Lebensjahr. Das heißt, wenn das Kind ein Jahr alt wird, muss ein Betreuungsplatz zur Verfügung gestellt werden, wenn Eltern es wünschen. Es gibt auch Situationen, in denen Eltern schon vorher außerfamiliäre Kinderbetreuung benötigen. In diesem Fall ist ein Betreuungsplatz nicht gesetzlich garantiert und sehr von den Betreuungsmöglichkeiten vor Ort abhängig.

Nein. Evangelische Einrichtungen stehen allen Familien offen. Sie verstehen sich als Ort des gemeinsamen Aufwachsens aller Kinder in Deutschland, unabhängig von ihrer Religion, Herkunft, Familienzusammensetzung oder ihrem sozialen Hintergrund.

Je nach Bundesland ist es unterschiedlich geregelt, inwieweit Familien einen Kostenbeitrag für die Kinderbetreuung in der Kita leisten. In einigen Bundesländern herrscht Beitragsfreiheit; in anderen ist es abhängig vom Alter des betreuten Kindes. Auch kann es eine Rolle spielen, ob Geschwisterkinder ebenfalls in Kinderbetreuung sind. Genaue Informationen über Beiträge zum Kita-Platz und wie Sie ihn als Eltern überhaupt beantragen, können Jugendämter oder Fachberatungen vor Ort geben.

In manchen Einrichtungen kann es zusätzliche Kosten für die Essensversorgung oder besondere Bildungsangebote geben. Diese Einzelheiten erklärt die Kita oder Tagesmutter beim ersten Kennenlernen.

Die pädagogischen Fachkräfte gestalten den Alltag in der Kinderbetreuuung mit Angeboten und Aktivitäten, die zum Alter und Entwicklungsstand der Kinder passen. Spielend lernen steht im Vordergrund und Ihr Kind erhält dadurch die Möglichkeit, viele sogenannte Vorläuferfähigkeiten zu entwickeln, die für die Schule wichtig sind.

Viele Kitas beschreiben in ihrem Konzept, welche Bildungsbereiche sie (besonders) fördern und welche Werte in der täglichen Arbeit mit den Kindern wichtig sind. Aber auch viele organisatorische Infos wie der übliche Tagesablauf oder Abhol- und Bringzeiten sind dort nachlesbar.

Manche Kitas kochen selbst, andere bekommen Mittagsverpflegung geliefert. Das hängt stark von den jeweiligen Voraussetzungen ab. Auch Frühstück oder einen Nachmittagssnack gestalten die Kitas sehr unterschiedlich. Es ist möglich, dass die Kita dafür sorgt oder die Kinder ihre eigene Mahlzeit jeweils mitbringen. Wenn Ihr Kind aus gesundheitlichen oder anderen Gründen bestimmte Nahrungsmittel nicht essen darf, ist es wichtig, dass Sie die Einrichtung darüber informieren, damit es berücksichtigt werden kann. Das passiert aber meistens beim Aufnahmegespräch.

Für Kinder bis drei Jahre muss die Kita oder Tagesmutter Schlafmöglichkeiten bieten. Ältere Kinder entscheiden oft selbst, ob sie tatsächlich schlafen oder nur ruhen. Eine Ruhephase über die Mittagszeit haben die meisten Kitas als festen Bestandteil in ihrem Tagesablauf.

Es gibt verschiedene Modelle für die Eingewöhnung. Alle haben gemeinsam, dass das Kind schrittweise an die Kinderbetreuung gewöhnt wird. Dazu sind Sie als Elternteil oder eine andere wichtige Bezugsperson zunächst immer dabei. So haben Sie die Möglichkeit, den Alltag in der Kinderbetreuung  kennenzulernen und die pädagogischen Fachkräfte erleben Sie und Ihr Kind. Gerade bei kleinen Kindern können die Fachkräfte dann sehen, wie Sie beispielsweise Ihr Kind beruhigen, wenn es weint oder was Ihr Kind besonders gerne spielt. Das hilft, wenn das Kind später ohne Sie in der Kita ist. Nach und nach verlassen Sie für immer längere Zeit die Kita-Gruppe, bis Ihr Kind sich an das neue Umfeld gewöhnt hat. Dann kann es immer noch einmal sein, dass Ihr Kind beim morgendlichen Abschied weint, aber wichtig ist, dass es sich nach kurzer Zeit mit Unterstützung der Fachkräfte wieder beruhigt und dem Alltag in der KIta zuwendet.

Redaktion: Diakonie/Ulrike Pape